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„Mit zwei Familien leben“

Großangelegte Schulung im Bereich systemische Beratung

Uslar (usm) - Das Albert-Schweitzer- Kinderdorf Alt Garge setzt auf gemeinsame Wissens- und Erfahrungswerte und lässt alle Kinderdorfeltern sowie Erzieher im systemischen Bereich und in Bezug auf die im Kinderdorfkonzept ausgeübte Fremderziehung in Familien ausbilden. Die systemische Sozialpädagogik bildet in allen niedersächsischen Albert-Schweitzer-Kinderdörfern den Wirkgrundstein in der Kinder- und Jugendhilfe.
Ihren Fokus legt die über einen Zeitraum von zwei Jahren stattfindende Zusatzausbildung neben dem systemischen Denken und Handeln auf die Besonderheit, dass fremduntergebrachte Kinder zwar in ein neues Familiensystem integriert werden, dabei aber weiterhin von ihren Erfahrungen und Erlebnissen im leiblichen Elternhaus geprägt bleiben. Diesem Umstand gebührt ein besonderes Augenmerk, da die Erziehung und das Umsorgen betroffener Kinder und Jugendlichen mit spezifischen pädagogischen Mitteln erfolgen sollte. Der systemische Ansatz behält dabei alle Beteiligten im Blick und konzentriert sich vor allem auf deren Interaktion, um daraus ganzheitliche Lösungsansätze abzuleiten.
Herausfordernd für die Kinderdorfeltern ist es, dass fremduntergebrachte Kinder trotz der neuen Bindungen, die sie im Kinderdorf nach und nach aufbauen, weiterhin an ihre "alte Familie", nämlich deren leibliche Eltern und möglicherweise Geschwister gebunden sind. Der konstruktive Umgang miteinander und das Lösen verfahrener Situationen durch Aufzeigen alternativer Handlungsoptionen sind gemeinsame Ziele.
Um diese Aufgabe künftig noch besser handhaben zu können, investiert das Albert-Schweitzer-Kinderdorf Alt Garge in das groß angelegte Schulungsprojekt im Rahmen der systemischen Beratung und zum Thema „Mit zwei Familien leben“.

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