Upcycling im Berufsförderzentrum

Tolles Projekt für Nachhaltigkeit entstanden

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Hingucker: Das Halterungsregal für Flyer und Obstbeutel im Einsatz bei „Jacke wie Hose“.

© Foto: privat

Uslar (ozm) - Im Berufsförderzentrum des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. ist eine tolle Idee entstanden, die Individualität mit Nachhaltigkeit verknüpft. Begonnen hat alles im November 2019 mit der Teilnahme am „Upcycling Wettbewerb“ des Verbandes der Produktionsschulen. „ich war, ich wurde, ich werde sein“ war das Motto, unter dem ein Produkt entwickelt werden sollte, welches komplett aus Recyclingmaterialien besteht und in der hiesigen Produktion gefertigt werden kann. Die Teilnehmer*innen des Berufsförderzentrums beschäftigten sich mit einer solchen Idee damals zum ersten Mal. Bis zum Juni 2020 sollte das Produkt dann fertig sein und eingereicht werden.
Doch das Projekt „Upcycling“ war für viele Beteiligte im Berufsförderzentrum nach Ablauf des Wettbewerbs noch nicht zu Ende. Im Team entstanden neue Ideen. Vor allem auch im Sinne der Teilnehmer*innen. Um in Uslar neue Kooperationen einzugehen, entstand der Kontakt mit dem Diakonieladen „Jacke wie Hose“.
Auch bei Jacke wie Hose war man von der Idee begeistert und so wurden von ihnen kurzerhand alte Stoffe wie Laken und Gardinen in die Design- und Textilwerkstatt des Berufsförderzentrums geliefert. Dort startete man dann damit, Taschen und Obstbeutel für Kunden des Second-Hand-Ladens zu fertigen. Seit etwa einem Jahr hat diese besondere Kooperation jetzt Bestand. Und als Dankeschön für diese Leistung erhielten alle Teilnehmer*innen einen Jacke-wie-Hose-Kleidungsgutschein. Entsprechend der internen Projekteinteilung fuhren die Teilnehmer*innen in Gruppen vom Berufsförderzentrum zum Laden. Auch zukünftig bleibt dieser Kontakt bestehen.
Im Gegenzug allerdings wollte auch der Diakonieladen etwas für das Berufsförderzentrum tun. Im konkreten Fall sollte etwas Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden. Im Medienbereich des Berufsförderzentrums kümmerten sich Teilnehmer*innen umgehend um erste Entwurfsideen für Flyer und zusammen mit der Marketingabteilung des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. wurden diese dann umgesetzt. In der Holzwerkstatt war man derweil ebenfalls fleißig. Es wurde ein Schuhregal gebaut eine Halterung für die Flyer und die Obstbeutel obenauf.
Auf diese Weise hat das Thema Upcycling nachhaltig Einzug in das Berufsförderzentrum erhalten.