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Kinder- und Jugendhilfe im Albert-Schweitzer-Kinderdorf

Erfolgreicher Fachtag

Bleckede/Uslar (usv)– Eine Woche vor dem Weltkindertag 2018 erlebten Jugendhilfeexperten aus dem Landkreis Lüneburg einen spannenden Fachtag zum Thema Kindeswohl.

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Kompetent und sympathisch im Interview: Die Jugendamtsleiterin Ines Benne (Lüneburg) mit Moderator Jörg Grabowsky (Albert-Schweitzer-Familienwerk).

© Foto: Albert Schweitzer Familienwerk

Zum 10. Geburtstag der Fachbegleitung Pflegestellen hatte das Albert-Schweitzer-Kinderdorf mit Rainer Käsgen (Hamburg) und Bernd Kasper (Moringen) zwei Experten mit systemischer Grundhaltung eingeladen. Das Bleckeder Haus war gut gefüllt.
Die Fachveranstaltung der besonderen Art war auch ein Dankeschön an Kollegen und langjährige Kooperationspartner, zu denen Jugendämter ebenso gehören, wie Schulen, Kindergärten und freie Träger. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei Vorträge. Der systemische Berater und Psychologe Rainer Käsgen brillierte bei dem Thema „Kindliche Entwicklung – Systemisch beobachtet“. Es ist ihm gelungen, komplexe Themenkomplexe beispielsweise individuelle Wirklichkeiten (Konstruktivismus) und selbstorganisiertes Handeln (Autopoiese-Theorie) nicht nur unterhaltsam zu präsentieren, sondern die Zuschauer auch noch mit Entertainment zu fesseln. Als zweiter Fachmann war Bernd Kasper mit am Start. Der Diplom-Sozialpädagoge, der auch systemischer Berater und Kinderschutzfachkraft ist, stellte seinen Vortrag unter den Titel „Ein Kind mit zwei Familien“. Er zitierte aus seinem Buch „Kindeswohl. Eine gemeinsame Aufgabe.“ Er beschreibt, was kindliche Ressourcen aus- und Kinder stark macht, wie und wann das Wohl des Kindes gefährdet ist, welche Hilfsmittel und Methoden zur Unterstützung von Kindern mit zwei Familiensystemen einsetzbar sind und wie in der Arbeit der unterschiedlichen Unterstützungssysteme ein Beitrag für das Kindeswohl geleistet werden kann.
Zu den weitere Höhepunkten des Fachtags zählten die auflockernden Interviews mit dem ehemaligen Pflegekind Ronja Bäumer, die sich gern an die Zeit in der Pflegefamilie erinnert und der Leiterin des Kreis-Jugendamtes Ines Benne. „Die Pflegefamilien im Landkreis Lüneburg sind ein Schatz“, sagt die Diplom-Sozialpädagogin und Jugendhilfeexpertin.
Weitere Interview-Partner auf dem Podium waren die beiden Erziehungsleiter und Koordinatoren der Pflegestellen Torsten Duschek und Britta von Bodungen sowie Einrichtungsleiter Günter Kalisch, alle vom Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V.
Das Expertenwissen kam beim Publikum gut an. Die Möglichkeit, sich mit den Referenten in einen direkten Austausch zu begeben, Fragen zu stellen und über Fallbeispiele zu sprechen, gab dem Fachtag einen aufschlussreichen Mehrwert.
„Den Kinderschutz und Kindliche Entwicklung nicht nur aus der Theorie vor Augen zu haben, sondern gespickt mit lebendigen Erzählungen aus eigenen Erfahrungen, machten diese Veranstaltung besonders reizvoll“ erzählt Moderator Jörg Grabowsky, Albert-Schweitzer-Familienwerk.

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